Ätherische Öle für die Aromatherapie 5/5 (1)

Ätherische Öle sind aus Pflanzen extrahierte Flüssigkeiten, die stark konzentriert nach der Ursprungspflanze riechen. Ätherische Öle sind keine Fette, sondern durch Wasserdampfdestillation hergestellte Extrakte.

Inhaltsstoffe und Eigenschaften von ätherischen Ölen

Ätherische Öle
Ätherische Öle

Ätherische Öle bestehen hauptsächlich aus chemischen Verbindungen und aromatischen Molekülen.

Da die meisten ätherischen Öle Naturprodukte sind, können die im ätherischen Öl befindlichen Bestandteile stark gegen Radikale wirken. Je nach Eigenschaft des ätherischen Öls bzw. dessen Bestandteil darin kann man mit Ihnen Insekten anziehen, oder aber auch fernhalten. Ätherische Öle können wie natürliche Pflanzen auch Krankheiten wie bakterielle Infektionen u.A. heilen bzw. stark mindern.

Ätherische Öle sind gut im Fett löslich und eignen sich daher bestens zur Mischung mit Basisölen zur Massage. Im Wasser hingegen lassen sich ätherische Öle mit wenigen Ausnahmen nur schwer lösen.

Herstellung von ätherischen Ölen

Um ätherische Öle herstellen bzw. gewinnen zu können, müssen wir wissen in welchen Bestandteilen sich die ätherischen Öle in der Pflanze befinden – erst dann können wir es extrahieren.

Die ätherischen Öle befinden sich im Pflanzengewebe, bzw. in den Samen, Fruchtschalen, Wurzeln, Blüten, Blättern, Rinden, im Holz, oder aber auch in Harzen der Pflanzen.

Durch Wasserdampfdestillation werden die ätherische Öle aus den Pflanzenteilen gewonnen. Dabei wird Wasserdampf in einen Kessel eingelassen und somit das Öl aus den Pflanzen getrieben. Da das ätherische Öl ja schlecht wasserlöslich ist, lässt es sich in einem einfachen Verfahren trennen.

Das Wasser welches im Brennkessel übrig bleibt sind die Hydrolate. Die Hydrolate sind die sogenannte Pflanzenwässer bzw. Blütenwässer. In den Hydrolaten befinden sich die Pflanzenstoffe, welche im Wasser gelöst werden konnten. Hydrolate sind von der Wirksamkeit meist milder und schwächer als das ätherische Öl selbst. Nicht alle Stoffe lassen sich auf diese Weise für die Gewinnung von ätherischem Öl destillieren. Einige Stoffe benötigen für die Gewinnung von ätherischem Öl einen anderen Trägerstoff als Beigemisch über die sogenannte Co-Destillation.

Viele Zitrusöle werden nur über die Kaltpressung gewonnen. Blütenöle werden dagegen mit der Verfahrenstechnik „Extraktion“ gewonnen.

Anwendung von ätherischen Ölen

Ätherische Öle finden in der Kosmetik als Duftstoff Anwendung. Große Bedeutung haben ätherische Öle vor allem in der Parfümindustrie und in der Medizin.

Ätherische Öle haben die Eigenschaft vollständig zu Verdampfen. Daher ist die Anwendung in Duftlampen in Wohnräumen und auch als Parfum geradezu ideal, da die ätherischen Öle keine Flecken hinterlassen.

Ätherische Öle können die Schleimhäute reizen und werden daher in Duftlampen, Gewürzen oder in Inhalaten in geringer Dosierung verwendet. Eukalyptus hilft zum Beispiel stark gegen verschleimten Bronchien und macht als Inhalat oder als Emulsion zum Einreiben auf die Brust die Lungen frei.

Bei Rötungen und Entzündungen im Rachen oder Mundraum kann die Inhalation mit Salbei oder Kamille wunder wirken.

Große Bedeutung finden die ätherischen Öle auch in der Aromatherapie. Ätherische Öle werden dabei verdünnt mit Trägerölen vermischt und auf den Körper bei einer Massage einmassiert. Die Aromatherapie mit ätherischen Ölen kann aber auch in Form von Erkältungsbädern und Geruchspflastern und Duftlampen erfolgen.

Ätherische Öle werden teils über die Schleimhäute im Mund und später über den Magen-Darm-Trakt im Körper aufgenommen und gelangen dort in den Blutkreislauf.

Gerüche können auch Einfluss auf das Immunsystem haben. So gelangen ätherische Öle mit Ihrer Information über Duft direkt über die Nase ins Gehirn.

Wenn Sie weitere Wirkungsweisen diverser ätherischer Öle lesen möchten, lesen Sie weiter.

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